Ostfriesisches Klinik Journal

Für den Erhalt wohnortnaher Krankenhäuser

Geschenkt? 2 Mio € für Zentralklinik aus Steuermitteln

Aurich/Emden (okj) – Deut­li­che Kri­tik hat die frü­he­re Stadt­käm­me­rin und Auricher Bür­ger­meis­te­rin Sig­rid Grie­sel (GFA) an dem von der Ver­wal­tung des Land­krei­ses gewähl­ten Ver­fah­ren zur Dar­le­hens­be­wil­li­gung für die Trä­ger­ge­sell­schaft Zen­tral­kli­nik geäu­ßert. In der Ost­frie­sen-Zei­tung (11.11.) erklär­te Grie­sel, das Ver­fah­ren wider­sprä­che den Grund­sät­zen der Haus­halts­wahr­heit und -klar­heit. Land­rat Harm-Uwe Weber hat­te die Ent­schei­dung über ein Dar­le­hen in Höhe von einer Mil­lio­nen Euro aus Haus­halts­mit­teln dem stets nicht öffent­lich tagen­den Kreis­aus­schuss vor­ge­legt. Die­ser hat­te jedoch ledig­lich 200.000 € geneh­migt.

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Haus­halts­po­li­ti­ke­rin Sig­rid Grie­sel

Nach Auf­fas­sung Grie­sels sei es logisch, dass die Trä­ger­ge­sell­schaft mit Geld aus­ge­stat­tet wer­den müs­se, um die Pla­nun­gen vor­an­zu­trei­ben. Da es im Kreis­tag eine Mehr­heit für das Pro­jekt gäbe, sei es auch kein Pro­blem eine Mehr­heit für das Dar­le­hen zu bekom­men. Grie­sel: „Wie­so ver­sucht man alle Vari­an­ten, nur nicht die ein­fachs­te?“

Der am Mon­tag (09.11.) tagen­de Ver­wal­tungs­aus­schuss der Stadt Emden, der eben­falls hin­ter ver­schlos­se­nen Türen tag­te, hat­te dage­gen die Ent­schei­dung zur Gewäh­rung eines Dar­le­hens an den Rat der Stadt Emden über­tra­gen. Am 10. Dezem­ber soll die­ser öffent­lich über das Dar­le­hen in Höhe von einer Mil­lio­nen Euro ent­schei­den.

Da am 8.Dezember der Kran­ken­haus­aus­schuss in Han­no­ver über die För­de­rungs­wür­dig­keit des Pro­jek­tes Zen­tral­kli­nik zu befin­den hat, soll die­ser Ter­min abge­war­tet wer­den. Bei­de Kom­mu­nen sol­len ins­ge­samt zwei Mil­lio­nen Euro für Pla­nungs­kos­ten der Zen­tral­kli­nik zur Ver­fü­gung stel­len.

Eher unwahr­schein­lich ist, dass die­ses Dar­le­hen an die Haus­hal­te der Stadt Emden und des Land­krei­ses zurück­ge­zahlt wer­den. Ent­spre­chend könn­te es sich des­halb weni­ger um ein Dar­le­hen, son­dern um eine Art Schen­kung han­deln, heißt es aus Krei­sen des Akti­ons­bünd­nis­ses für den Erhalt bestehen­der Kran­ken­häu­ser.


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