Ostfriesisches Klinik Journal

Für den Erhalt wohnortnaher Krankenhäuser

Politisches Armutszeugnis

Aurich (okj) – Mit sechs Stim­men im Auricher Kreis­aus­schuss ist das Bür­ger­be­geh­ren für den Erhalt wohn­ort­na­her Kran­ken­häu­ser am heu­ti­gen Don­ners­tag (18.03) erneut abge­wie­sen wor­den. Für ein Bür­ger­be­geh­ren stimm­ten Gila Alt­mann (Grü­ne), Hans-Gerd Mey­er­holz (GFA), Wil­helm Strö­mer (Freie Wäh­ler) und Her­mann Rein­ders (CDU). Gegen ein Bür­ger­be­geh­ren stimm­ten Her­mann Akker­mann (SPD), Jochen Beek­huis (SPD), Hil­ko Geer­des (CDU), Ant­je Harms (SPD), Bar­ba­ra Kle­en (SPD), Inge­borg Klei­nert (SPD). Land­rat Harm-Uwe Weber (SPD) ent­hielt sich der Stim­me.

schmidtIn einer ers­ten Reak­ti­on bezeich­ne­ten Mit­glie­der des Akti­ons­bünd­nis­ses in Nor­den die Ent­schei­dung als „poli­ti­sches Armuts­zeug­nis“. Der Bür­ger­wil­le scheint den Poli­ti­kern nicht viel Wert zu sein. Offen­sicht­lich habe man nicht begrei­fen kön­nen, dass beim ange­streb­te Bür­ger­ent­scheid sowohl die Befür­wor­ter, wie auch Kri­ti­ker des Pro­jek­tes ihre Stim­me abge­ben kön­nen.

Pein­lich sei die­se Abstim­mung vor allem für die SPD, deren Stim­men maß­geb­lich zur Abwei­sung eines Bür­ger­vo­tums bei­ge­tra­gen habe. Wegen die­ser SPD-Stim­men wer­de es jetzt wohl erfor­der­lich wer­den, den Kla­ge­weg zu beschrei­ten. Noch im Juli 2015 hat­te der Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Johann Saat­hoff (SPD) in den Ost­frie­si­schen Nach­rich­ten beton, die SPD sei jeher die Volks- und Bür­ger­par­tei. Des­halb kön­ne nie­mand ernst­haft gegen Bür­ger­be­tei­li­gung sein.

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