Ostfriesisches Klinik Journal

Für den Erhalt wohnortnaher Krankenhäuser

21167 Unterschriften für den Krankenhaus-Erhalt

Aktuelles Video aus Hannover


 

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21167 Unter­schrif­ten für das Sozi­al­mi­nis­te­ri­um in Han­no­ver

Aurich (okj) – Auf dem Park­platz vor dem Auricher Rat­haus zähl­te man noch um 7 Uhr Mor­gens die letz­ten Unter­schrif­ten – dann war es „amt­lich“. 21167 Unter­schrif­ten hat­te das Akti­ons­bünd­nis für den Erhalt der Kran­ken­häu­ser in Nor­den, Aurich und Emden in den letz­ten drei Mona­ten gesam­melt. Die­se soll­ten nun, in Beglei­tung der bei­den Bür­ger­meis­ter aus Aurich und Nor­den an Nie­der­sach­sens Sozi­al­mi­nis­te­rin Cor­ne­lia Rundt über­ge­ben wer­den. Der Ter­min war auf 11 Uhr fest­ge­setzt.

Doch bei­na­he wäre der Ter­min „geplatzt“, denn die ins­ge­samt vier Fahr­zeu­ge die nach Han­no­ver fuh­ren, blie­ben zwi­schen Olden­burg und Del­men­horst in diver­sen Staus ste­cken. Via Han­dy lots­ten sich die vier Fahr­zeu­ge schließ­lich gegen­sei­tig über Schleich­we­ge Rich­tung Han­no­ver, so dass dann doch noch alle mit etwa 20 Minu­ten Ver­spä­tung im Han­no­ve­ra­ner Sozi­al­mi­nis­te­ri­um anka­men.

>Auf der gegen­über­lie­gen­den Stra­ßen­sei­te begeg­ne­te man gleich zwei „alten Bekann­ten“, dem Geschäfts­füh­rer der Ubbo-Emmi­us-Kli­nik Jann-Wolf­gang de Vries und Cars­ten Schä­fer von der BDO. Doch was die Her­ren dort gera­de mach­ten, blieb den Unter­schrif­ten­samm­lern ein Rät­sel – man hat­te es schließ­lich eilig – denn die Minis­te­rin war­te­te schon. Auch die ost­frie­si­sche Lokal­pres­se hat­te kei­ne Mühe gescheut, um bei der offi­zi­el­len Über­ga­be der Unter­schrif­ten „vor Ort“ zu sein.

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Von 21167 Unter­schrif­ten beein­druckt. Sozi­al­mi­nis­te­rin Cor­ne­lia Rundt

Hol­ger Rohl­fing, Initia­tor der Unter­schrif­ten­samm­lung erläu­ter­te der Minis­te­rin die Beweg­grün­de für die Samm­lung. In länd­li­chen Regio­nen sei­en wohn­ort­na­he Kran­ken­häu­ser für die Men­schen von beson­de­rer Bedeu­tung.

Das habe man bei den Stra­ßen­samm­lun­gen immer wie­der deut­lich zu hören bekom­men. Rohl­fing beton­te erneut, dass es für den UEK-Ver­bund Aurich/Norden sehr wohl einen Ret­tungs­plan gäbe, der jedoch nicht mit dem erfor­der­li­chen Nach­druck umge­setzt wor­den sei.

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Unter­schrif­ten­samm­ler Hol­ger Rohl­fing und Nor­dens Bür­ger­meis­te­rin Bar­ba­ra Schlag

Minis­te­rin Rundt nahm die Unter­schrif­ten ent­ge­gen und lob­te das Enga­ge­ment der Bür­ger, beton­te aller­dings, dass der Kreis­tag wie auch der Emder Rat für eine Zen­tral­kli­nik plä­die­re. Dies gel­te auch für die bei­den Kran­ken­haus­trä­ger. In die­ser Sache müss­ten bis zu einer Ent­schei­dung, vie­le Umstän­de und Fak­ten geprüft wer­den. Der­zeit kön­ne noch gar nichts ent­schie­den wer­den, erklär­te Rundt wei­ter. Aller­dings müss­ten die Bür­ger in die Ent­schei­dun­gen mit ein­ge­bun­den wer­den.

Dies sol­le kurz­fris­tig noch vor dem 08. Juli 2015 in Form von Regio­nal­ge­psprä­chen statt­fin­den. Im Juli wird der zustän­di­ge Aus­schuss in Han­no­ver dar­über befin­den, ob das geplan­te Zen­tral­kli­ni­kum in Georgs­heil über­haupt in den Kran­ken­haus­för­der­plan des Lan­des Nie­der­sach­sen auf­ge­nom­men wird.

An die­sen Regio­nal­ge­sprä­chen wer­den unter ande­rem Ver­tre­ter der Kran­ken­kas­sen, der Ärz­te­kam­mer, Kran­ken­haus­lei­tun­gen, aber auch die Bür­ger­meis­ter der betrof­fe­nen Städ­te und Ver­tre­ter des Akti­ons­bünd­nis­ses für den Erhalt der wohn­ort­na­hen Kran­ken­häu­ser teil­neh­men. In den nächs­ten Wochen wer­de Ort und Zeit­punkt die­ses Regio­nal­ge­sprächs vor­be­rei­tet.


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