Ostfriesisches Klinik Journal

Für den Erhalt wohnortnaher Krankenhäuser

Vorstandswechsel beim UEK-Förderverein Standort Norden

JWI G 2382Nor­den (okj) – Mit zwei Ent­hal­tun­gen hat der För­der­ver­ein der UEK am Stand­ort Nor­den e.V. den Jour­na­lis­ten und Her­aus­ge­ber des Inter­net-Blog ”Ost­frie­si­sches Kli­nik Jour­nal” Jür­gen Wieck­mann (59) zu sei­nem neu­en Vor­sit­zen­den gewählt. Wieck­mann über­nimmt damit die Staf­fel vom bis­he­ri­gen Vor­sit­zen­den Dr. med. Björn Åhr­berg.

Mit sei­ner Wahl been­de­te der gebür­ti­ge Auricher, der seit einem Jahr in Nor­den wohnt, sei­ne Mit­glied­schaft in der Wäh­ler­ge­mein­schaft „Gemein­sam für Aurich“. Im Amt bestä­tigt wur­den als 2. Vor­sit­zen­der der Inter­nist Dr. med. Axel Schö­ni­an, als Schift­füh­re­rin Ange­li­ke Stockin­ger-Sürth und als Schatz­meis­ter Timo Ben­gen.

logo-foerderverein-uekUnser Ziel ist es, stär­ker als bis­lang auch öffent­li­cher die UEK am Stand­ort Nor­den zu för­dern und zu unter­stüt­zen“, beton­te Wieck­mann. Das The­ma Zen­tral­kli­nik beherr­sche seit über einem Jahr die öffent­li­che Dis­kus­si­on. Ver­nach­läs­sigt wer­de dabei aller­dings, dass für die Bür­ger vor allem die wohn­ort­na­he Grund- und Regel­ver­sor­gung von zen­tra­ler Bedeu­tung ist. Eine erheb­li­che Bedeu­tung kom­me in Zukunft unter ande­rem auch der Gesund­heits­nach­sor­ge der Bür­ger zu. Dies gel­te eben nicht nur für Bür­ger, die in der Stadt Nor­den leben, son­dern vor allem auch für das Nor­der Umland. Hier­zu zäh­len bei­spiels­wei­se Hage. Hager Marsch, Groß­hei­de, Osteel und auch Dor­num, nicht zu ver­ges­sen, die Inseln. Schon gar nicht ver­ges­sen wer­den dür­fe, das Nor­den und des­sen Umland der Tou­ris­mus eine beson­de­re Bedeu­tung hat. Hier kön­ne man auf ein Kran­ken­haus wahr­lich nicht ver­zich­ten, erklär­te Wieck­mann, der sich auch im Akti­ons­bünd­nis Kli­ni­kerhalt enga­giert und für ein Bür­ger­be­geh­ren gegen die Zen­tral­kli­nik strei­tet.

Das Krankenhaus muss bei den Menschen sein – nicht umgekehrt

JWI G 0983Als „höchst unter­ir­disch“ bezeich­ne­te Wieck­mann die Ver­su­che, den Nor­der Bür­gern damit zu dro­hen, dass bei einer Ableh­nung der Zen­tral­kli­nik, der Nor­der Stand­ort wei­ter aus­ge­blu­tet wer­den wür­de. Der För­der­ver­ein wer­de des­halb ver­schärft dar­auf ach­ten, dass auch in Nor­den einer hoch­wer­ti­gen medi­zi­ni­sche Grund- und Regel­ver­sor­gung nicht wei­ter der Boden ent­zo­gen wer­de.

Die Annah­me, dass die neue Zen­tral­kli­nik im Jahr 2021 in Betrieb gehen kön­ne, bezeich­ne­te Wieck­mann als illu­so­risch. Für der­ar­ti­ge Pro­jek­te gel­te gene­rell, sie wer­den nicht zum geplan­ten Zeit­punkt fer­tig und kos­ten erheb­lich mehr, als ange­nom­men. Dies wer­de wahr­schein­lich auch bei der Zen­tral­kli­nik so sein.

Ich bin davon über­zeugt, dass Kran­ken­häu­ser der Zukunft zu den Men­schen gehö­ren und nicht umge­kehrt“, sag­te Wieck­mann. Hier­zu gehö­ren ange­sichts vie­ler gesell­schaft­li­cher Ver­än­de­run­gen op-Saalauch Pfle­ge­ein­rich­tun­gen. Das alles müs­se neu gedacht und in ers­ter Linie den Bedürf­nis­sen der Men­schen ange­passt wer­den.

Gegrün­det wur­de der Ver­ein, als im Som­mer 2012 der Land­kreis Aurich plan­te, am Stand­ort Nor­den die Ope­ra­ti­ons­be­reit­schaft nachts und am Wochen­en­de zu strei­chen. Durch Aktio­nen mit star­ker Betei­li­gung der Bevöl­ke­rung wur­de erreicht, dass die OP-Bereit­schaft erhal­ten blieb.

Nach bis­lang unbe­stä­tig­ten Infor­ma­tio­nen ist im Zuge der Pla­nun­gen „Zen­tral­kli­nik“ inzwi­schen erneut beab­sich­tigt, die OP-Bereit­schaft in Nor­den zu schlie­ßen. Wir wer­den sol­chen und ande­ren Hin­wei­sen aus den für gewöhn­lich „gut unter­rich­te­ten Krei­sen“ nach­ge­hen und die Nor­der Bür­ger dar­über recht­zei­tig infor­mie­ren, erklär­te Wieck­mann.


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